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Montag, 4. Januar 2010
der landarsch, 10:52h
Nach längerer Pause - seit 20 Jahren Niederlassung heuer zum ersten mal die ganzen Weihnachtsfeiertage bis nach Neujahr Urlaub (war ein völlig neues schon lange vergessenes Erlebnis) - muss ich mich doch mal wieder melden.
Heute erster Tag im neuen Jahr, erster Tag nach den Feiertagen und erster Tag im Quartal. Wider Erwarten - es ist wohl der ungewohnte Schnee - (bisher) gar nicht so viel los. Das kommt aber dann in den nächsten Tagen (die Durchfall-Welle rollt auch schon wieder).
Aber nach der üppigen Erholung: auf ein Neues!
Allen meinen Lesern (nachträglich) ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!
Heute erster Tag im neuen Jahr, erster Tag nach den Feiertagen und erster Tag im Quartal. Wider Erwarten - es ist wohl der ungewohnte Schnee - (bisher) gar nicht so viel los. Das kommt aber dann in den nächsten Tagen (die Durchfall-Welle rollt auch schon wieder).
Aber nach der üppigen Erholung: auf ein Neues!
Allen meinen Lesern (nachträglich) ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!
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Freitag, 11. Dezember 2009
Der tägliche Irrsinn
der landarsch, 10:17h
Kommt ein Patient in die Sprechstunde, den ich ein paar Tage wegen Kreuzschmerzen (beim Schwarzarbeiten verhoben) krank geschrieben hatte.
Es ginge schon besser, meint er. Aber er habe mit seinem Chef gesprochen und der habe gesagt, er brauche voll leistungsfähige Leute. Außerdem sei derzeit sowieso nicht so viel zu tun. Er solle sich also weiter krank schreiben lassen!
Ich habe ihn dann gefragt, ob er es nicht seltsam finde, dass er und sein Chef darüber entscheiden, was ich zu unterschreiben (und der Kasse gegenüber zu verantworten) hätte? Er meint darauf nur etwas perplex, ja, sein Chef sei noch sehr jung, der würde sich wohl noch nicht so auskennen.
Na ja, immer noch besser als vor Jahren, wo mich ein Bauunternehmer (höchstpersönlich) anrief und aufforderte, ich solle die AU seines Arbeiters auf 2 Wochen früher ausdehnen (wo der noch voll gearbeitet hatte). Auf meine etwas verständnislose Frage, wozu, meinte er ganz cool, da würde er von der Kasse mehr Geld bekommen!?!?!
Es ginge schon besser, meint er. Aber er habe mit seinem Chef gesprochen und der habe gesagt, er brauche voll leistungsfähige Leute. Außerdem sei derzeit sowieso nicht so viel zu tun. Er solle sich also weiter krank schreiben lassen!
Ich habe ihn dann gefragt, ob er es nicht seltsam finde, dass er und sein Chef darüber entscheiden, was ich zu unterschreiben (und der Kasse gegenüber zu verantworten) hätte? Er meint darauf nur etwas perplex, ja, sein Chef sei noch sehr jung, der würde sich wohl noch nicht so auskennen.
Na ja, immer noch besser als vor Jahren, wo mich ein Bauunternehmer (höchstpersönlich) anrief und aufforderte, ich solle die AU seines Arbeiters auf 2 Wochen früher ausdehnen (wo der noch voll gearbeitet hatte). Auf meine etwas verständnislose Frage, wozu, meinte er ganz cool, da würde er von der Kasse mehr Geld bekommen!?!?!
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Donnerstag, 26. November 2009
Der Kracher des Tages
der landarsch, 18:43h
Patient kommt in die Sprechstunde. Er benötige eine stationäre Einweisung zur Alkoholentwöhnung. Bisher aber nicht als Schluckspecht bekannt. Trinkt auch nicht viel und nicht regelmäßig, nur halt gestern abend etwas mehr!
Vorgeschichte: War auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit in Routinekontrolle mit 0,3 Promille aufgefallen. In der Firma herrscht aber 0,0-Promille-Vorschrift. Also ab zum Betriebsarzt. Der nimmt Pat. ins Gebet und vereinbart dann - mit dessen "Einverständnis" - stationäre Entgiftung im KH. Soll zum Hausarzt zwecks Einweisungsschein.
Na schön! Ich soll also der Kasse gegenüber verantworten, dass hier (sinnlose?) Kosten entstehen, weil den Formalien der Firma genüge getan werden muss, weil sonst der Patient seinen Arbeitsplatz verliert!
Kein Wunder, dass die deutschen Krankenkassen auf keinen grünen Zweig mehr kommen bei den Arbeitgebern!
Vorgeschichte: War auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit in Routinekontrolle mit 0,3 Promille aufgefallen. In der Firma herrscht aber 0,0-Promille-Vorschrift. Also ab zum Betriebsarzt. Der nimmt Pat. ins Gebet und vereinbart dann - mit dessen "Einverständnis" - stationäre Entgiftung im KH. Soll zum Hausarzt zwecks Einweisungsschein.
Na schön! Ich soll also der Kasse gegenüber verantworten, dass hier (sinnlose?) Kosten entstehen, weil den Formalien der Firma genüge getan werden muss, weil sonst der Patient seinen Arbeitsplatz verliert!
Kein Wunder, dass die deutschen Krankenkassen auf keinen grünen Zweig mehr kommen bei den Arbeitgebern!
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Dienstag, 17. November 2009
„Der Arzt zwischen grundrechtlicher Freiheit und staatlicher Regulierung“
der landarsch, 13:02h
Festrede von Prof. Dr. Ulrich Preis, Geschäftsführender Direktor des Institutes für Deutsches und Europäisches Arbeits- und Sozialrecht der Universität zu Köln zur Bundeshauptversammlung des NAV-Virchowbundes (Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands).
sehr interessant für alle Ärzte (im hinteren Teil Vorschlag für eine neue Honorierungsform "auf dem Bierdeckel") und speziell für @Benedicta.
sehr interessant für alle Ärzte (im hinteren Teil Vorschlag für eine neue Honorierungsform "auf dem Bierdeckel") und speziell für @Benedicta.
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Donnerstag, 12. November 2009
Jetzt wirds zum Machtkampf
der landarsch, 13:03h
Seit 5.11.09 ist in Deutschland ein dritter Impfstoff gegen Schweinegrippe vom Robert-Koch-Institut zugelassen: Celtura® von Novartis.
Dieser Impfstoff hat auch ein Adjuvans zur Wirkverstärkung drin, das aber in mehreren anderen Impfstoffen (z.B.Fluat®) schon seit längerem erfolgreich und komplikationslos eingesetzt wird (habe selbst weit über 100 Impfdosen Fluat® verimpft ohne eine einzige Reaktion).
Celtura® hat somit nicht das, weshalb so viele Ärzte (und v.a. Fachleute) beim derzeitigen Impfstoff Pandemrix® skeptisch sind: einen Zusatz mit einem derzeit noch nicht kalkulierbaren Risiko!
Außerdem ist Celtura® auch in Fertigspritzen erhältlich: somit fallen das nervige Gepansche und die 10er-Pack Einbestellungen weg!
Aber (jetzt wirds zum Prinzip): die Politik sieht jetzt keinen Grund, den neuen Impfstoff zu bestellen(und ggf. auf dem alten sitzen zu bleiben).
Dieser Impfstoff hat auch ein Adjuvans zur Wirkverstärkung drin, das aber in mehreren anderen Impfstoffen (z.B.Fluat®) schon seit längerem erfolgreich und komplikationslos eingesetzt wird (habe selbst weit über 100 Impfdosen Fluat® verimpft ohne eine einzige Reaktion).
Celtura® hat somit nicht das, weshalb so viele Ärzte (und v.a. Fachleute) beim derzeitigen Impfstoff Pandemrix® skeptisch sind: einen Zusatz mit einem derzeit noch nicht kalkulierbaren Risiko!
Außerdem ist Celtura® auch in Fertigspritzen erhältlich: somit fallen das nervige Gepansche und die 10er-Pack Einbestellungen weg!
Aber (jetzt wirds zum Prinzip): die Politik sieht jetzt keinen Grund, den neuen Impfstoff zu bestellen(und ggf. auf dem alten sitzen zu bleiben).
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Mittwoch, 11. November 2009
Meine Meinung zur Schweinegrippe
der landarsch, 11:24h
Entgegen allen Meldungen in der Presse („Schon 6 Tote durch Schweinegrippe“) verläuft die Schweinegrippe nach Auskunft aller dt. Hausärzte deutlich milder als befürchtet, im Wesentlichen nicht viel anders als eine etwas heftigere Erkältung!
Angst hat die Politik vielmehr vor der Situation, dass – wegen der sehr hohen Kontagiosität (Ansteckungsgefahr) der Schweinegrippe – plötzlich halb Berlin (oder schlimmer: halb Deutschland) gleichzeitig im Bett liegt und die Versorgung zusammenbricht. Daher die hektischen und heftigen Aktivitäten der Politiker!
Anders ist es mit dem Impfstoff: Hier wurde ein neuer Weg beschritten, der zwar bei den ersten Untersuchungen nicht gefährlicher scheint als die bisherigen Impfstoffe, der aber halt im Großversuch noch nicht ausreichend getestet wurde. Aus Schweden, wo dieser Impfstoff bereits seit über 1 Monat angewendet wird, hat man allerdings schon deutlich mehr (schwere) Nebenwirkungen gemeldet als üblicherweise.
Grundsätzlich ist gegen eine Impfung nichts einzuwenden, im Gegenteil: Impfungen sind die beste Methode sich gegen eine Krankheit zu schützen. Aber wenn die Nebenwirkungen eines neuen Impfstoffs nicht kalkuliert werden können, sollte man meines Erachtens – zumindest bis das sicher abgeklärt ist – Vorsicht walten lassen.
Angst hat die Politik vielmehr vor der Situation, dass – wegen der sehr hohen Kontagiosität (Ansteckungsgefahr) der Schweinegrippe – plötzlich halb Berlin (oder schlimmer: halb Deutschland) gleichzeitig im Bett liegt und die Versorgung zusammenbricht. Daher die hektischen und heftigen Aktivitäten der Politiker!
Anders ist es mit dem Impfstoff: Hier wurde ein neuer Weg beschritten, der zwar bei den ersten Untersuchungen nicht gefährlicher scheint als die bisherigen Impfstoffe, der aber halt im Großversuch noch nicht ausreichend getestet wurde. Aus Schweden, wo dieser Impfstoff bereits seit über 1 Monat angewendet wird, hat man allerdings schon deutlich mehr (schwere) Nebenwirkungen gemeldet als üblicherweise.
Grundsätzlich ist gegen eine Impfung nichts einzuwenden, im Gegenteil: Impfungen sind die beste Methode sich gegen eine Krankheit zu schützen. Aber wenn die Nebenwirkungen eines neuen Impfstoffs nicht kalkuliert werden können, sollte man meines Erachtens – zumindest bis das sicher abgeklärt ist – Vorsicht walten lassen.
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Dienstag, 13. Oktober 2009
Sau-Hatz
der landarsch, 10:26h
Manche können's nicht lassen. Dass inzwischen schon alle paar Tage eine neue "dreckige" Sau aus dem Medizinbereich durchs Dorf getrieben wird, kennen wir ja bereits. Aber selbst wenn sich die "Sau" bei genauem Hinsehen nur als mutwillig (oder gezielt?) aufgewirbelter staubiger Windstoß entpuppt, es gibt doch immer wieder eine Journaille, die dies negiert und behauptet, da sei nicht nur eine einzige Sau, sondern eine ganze Rotte auf der Hatz gewesen!
So wurde auch gestern wieder einem "Spezialisten", Herrn Dr.Stefan Etgeton, seines Zeichens Leiter des Bereichs Gesundheit und Ernährung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, von Andreas Kraft, einem Journalisten (oder Redakteuer?) der Frankfurter Rundschau "das Mikro hingehalten" mit der Frage "Wie kann man sich gegen das Schweine-Unwesen schützen?".
Hat sich Herr Etgeton mit Allgemeinplätzen noch einigermaßen stilvoll und diplomatisch aus der Affaire gezogen, so verkürzt die Zweit- und Dritt-Wiedergabe die getroffene Originalaussage wieder in altbekannter "Stille-Post"-Manier. Was rauskommt? "Verbraucherschützer rät, Patienten sollen Ärtze anzeigen".
Tss, tss, ...nur weil einem - in der Kreativitätskrise steckenden - Journalisten eine abgedroschene Frage "einfällt" und der dazugehörige "Spezialist" sich notgedrungen eine Antwort rausquält entsteht doch keine interessante Meldung!!!!
Also bitte, meine Herrn (und Damen, will ja nicht chauvenistisch sein), wenn Sie schon der Ansicht sind, dass "nichts uninteressanter ist, als die Meldung von gestern", dann müssen Sie das doch nicht noch auf die Spitze treiben! Tun Sie lieber was dagegen! Goethe und Schiller werden nach 250 Jahren noch gelesen! Warum haben gerade unsere professionellen Schreiber(linge) so wenig Ambitionen, es diesen (und anderen) verdienten Deutschen der schreibenden Zunft nachzutun?
So wurde auch gestern wieder einem "Spezialisten", Herrn Dr.Stefan Etgeton, seines Zeichens Leiter des Bereichs Gesundheit und Ernährung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, von Andreas Kraft, einem Journalisten (oder Redakteuer?) der Frankfurter Rundschau "das Mikro hingehalten" mit der Frage "Wie kann man sich gegen das Schweine-Unwesen schützen?".
Hat sich Herr Etgeton mit Allgemeinplätzen noch einigermaßen stilvoll und diplomatisch aus der Affaire gezogen, so verkürzt die Zweit- und Dritt-Wiedergabe die getroffene Originalaussage wieder in altbekannter "Stille-Post"-Manier. Was rauskommt? "Verbraucherschützer rät, Patienten sollen Ärtze anzeigen".
Tss, tss, ...nur weil einem - in der Kreativitätskrise steckenden - Journalisten eine abgedroschene Frage "einfällt" und der dazugehörige "Spezialist" sich notgedrungen eine Antwort rausquält entsteht doch keine interessante Meldung!!!!
Also bitte, meine Herrn (und Damen, will ja nicht chauvenistisch sein), wenn Sie schon der Ansicht sind, dass "nichts uninteressanter ist, als die Meldung von gestern", dann müssen Sie das doch nicht noch auf die Spitze treiben! Tun Sie lieber was dagegen! Goethe und Schiller werden nach 250 Jahren noch gelesen! Warum haben gerade unsere professionellen Schreiber(linge) so wenig Ambitionen, es diesen (und anderen) verdienten Deutschen der schreibenden Zunft nachzutun?
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